Ihr Draht zu regionalen Informationen über selbstbestimmtes Leben und Sterben. Montags von 9-12 Uhr, Telefon 0228 2428194 oder per E-Mail (info@hospiztelefon-bonn.de).
Unser Angebot
Antworten auf Fragen rund um Sterben, Tod und Trauer
Das Hospiztelefon Bonn ist für Sie geschaltet.
Wenn Sie persönlich selbst schwerst erkrankt sind, sich in der letzten Lebenszeit befinden und Hilfe benötigen, wenn Sie Angehöriger eines unheilbar Kranken sind und an Ihre Grenzen stoßen, wenn Sie in einem Seniorenheim, Krankenhaus oder Hospiz arbeiten und sich um einen Patienten sorgen oder wenn Sie ehrenamtlicher Sterbebegleiter werden möchten: Die Beraterinnen des Hospiztelefons Bonn stehen für Ihre Fragen rund um Sterben, Tod und Trauer bereit.
Dabei versteht sich das Angebot des Netzwerkes Hospiz- und Palliativversorgung Bonn/Rhein-Sieg als ein Informations- und Nottelefon, bei dem Sie objektive und kompetente Auskünfte über hospizliche und palliative Möglichkeiten in Bonn und dem Rhein-Sieg-Kreis erhalten. Das kann das Vermitteln eines Schmerztherapeuten oder Pflegedienstes sein. Das kann der Hinweis sein, welches Hospiz sich auf eine bestimmte Zielgruppe und/oder Krankheit spezialisiert hat. Das kann die Erklärung dessen sein, wie Ihnen hospizliche Betreuung, ob ambulant oder stationär, in Ihrer persönlichen Situation helfen kann und wie die Kosten aussehen.
Jedes Gespräch wird selbstverständlich vertraulich behandelt.
Entstanden ist das Projekt des ersten regionalen Hospiztelefons aus dem Gedanken der Hospizbewegung heraus, Schwerstkranken Zuwendung und Unterstützung bis zuletzt zu geben, damit sie selbstbestimmt, selbstständig und bestmöglich versorgt in Würde sterben können.
Eine große Rolle hat auch die Erkenntnis gespielt, dass oft eine ungenaue Vorstellung davon existiert, was genau hospizliche Arbeit beinhaltet. Viele Schwerstkranke und ihre Angehörigen haben manchmal auch Hemmungen, direkt bei einem Hospiz anzurufen. Sie möchten erst einmal grundsätzliche Informationen.
Mit dem Hospiztelefon soll hier eine neutrale Anlaufstelle gegeben werden. Es muss kein Name genannt werden. Hier kann auch auflegt werden, wenn sich jemand seine Fragen doch oder noch nicht zu stellen traut.
Ihr Draht zu regionalen Informationen über selbstbestimmtes Leben und Sterben
Erreichbar unter
der Rufnummer
0228 2428194.
Das Telefon ist montags von 9 bis 12 Uhr besetzt. Zu allen anderen Zeiten ist ein Anrufbeantworter angeschaltet, auf dem Sie uns gerne eine Nachricht hinterlassen können. Wir rufen Sie zurück!
Wir lassen Sie mit Ihren Fragen nicht allein!
Ihre Ansprechpartnerin am Hospiztelefon Bonn
Von Mensch zu Mensch
Ihre Fragen zu Sterben, Tod und Trauer beantworten Ihnen Monika Müller und in Vertretungsfällen eine Kollegin aus der Hospizarbeit.
Monika Müller ist Therapeutin für integrative gestaltorientierte Verfahren. Sie hat 20 Jahre die Ansprechstelle im Land NRW zur Palliativversorgung, Hospizarbeit und Angehörigenbegleitung geleitet. Darüber hinaus war sie Vorstandsmitglied des Deutschen Hospiz- und Palliativverbandes sowie der Deutschen Gesellschaft für Palliativmedizin und sie ist Vorstandsvorsitzende der Peter Windeck Stiftung. Nun hat sie das erste regionale Hospiztelefon mit ins Leben gerufen.
„Wir haben ein offenes Ohr für Sie.“
Mehr dazu im Podcast mit Monika Müller:
Hospiz - Was ist das?
Sterben gehört zum Leben
Hospize bieten Schwerstkranken Zuwendung und Unterstützung bis zuletzt.
Die meisten Menschen, die wissen, dass sie bald sterben müssen, möchten ihre Zeit bis zum Tod selbstständig, selbstbestimmt, ohne quälende Symptome und möglichst lange in vertrauter Umgebung verbringen. Hospize möchten ihnen stationär und ambulant diese Wünsche erfüllen. Sie begleiten Schwerstkranke und Sterbende auf dem letzten Lebensabschnitt, ermöglichen ihnen ein Sterben in Würde und versorgen sie im Sinne der „Palliative Care“ ganzheitlich.
Die Weltgesundheitsorganisation hat Palliative Care definiert als einen „Ansatz zur Verbesserung der Lebensqualität von Patienten und deren Familien, die mit Problemen konfrontiert sind, die mit einer lebensbedrohlichen Erkrankung einhergehen: durch Vorbeugen und Lindern von Leiden, durch frühzeitiges Erkennen, untadelige Einschätzung von Schmerzen sowie anderen belastenden Beschwerden körperlicher, psychosozialer und spiritueller Art“. Nach diesem Prinzip lehnen Hospize das künstliche Verzögern des Sterbens ebenso ab wie aktive Sterbehilfe.
Im Vordergrund hospizlicher und palliativer Versorgung steht die größtmögliche Autonomie des Patienten, seine Schmerzfreiheit und seine Geborgenheit. Dementsprechend sind besonders qualifizierte Krankenpfleger, Ärzte, Psychologen, Physiotherapeuten, Seelsorger, Sozialarbeiter und ehrenamtliche Sterbebegleiter an der Betreuung beteiligt. Zudem wird Trauerbegleitung und Beratung für die Angehörigen angeboten.
Als die Hospizbewegung in Deutschland aufkam, orientierte sie sich zunächst an britischen Konzepten – im Königreich war bereits 1967 in der Nähe von London ein Hospiz eröffnet worden. 1983 wurde dann in Deutschland die erste Einrichtung dieser Art eingerichtet: die Palliativstation des Universitätsklinikums Köln. Das erste stationäre Hospiz folgte 1986 mit dem Haus Hörn in Aachen.
Die Peter Windeck Stiftung hat das Hospiztelefon Bonn initiiert
Engagement für Sterbenskranke
Das Hospiztelefon Bonn wird gefördert durch die Peter Windeck Stiftung – einer Stiftung unter dem Dach der Bürgerstiftung Bonn.
Zweck der Stiftung ist die Förderung der öffentlichen Gesundheitspflege im Bereich der Bundesstadt Bonn mit dem Ziel, den Hospizgedanken zu fördern und die Hospizarbeit in stationären, teilstationären und ambulanten Hospizeinrichtungen sowie Palliativstationen zu unterstützen bzw. weiter auszubauen.
Die Stiftung wurde 2008 von der Stifterin Juliane Karoline Schmitz († 19.6.2008) mit einem Stiftungsvermögen von 1,13 Millionen Euro zum Gedenken an ihre Eltern Peter und Juliane Windeck errichtet.
Spenden für die Peter Windeck Stiftung sind jederzeit herzlich willkommen und notwendig. Zustiftungen, mit denen das Stiftungsvermögen erhöht werden kann, sind ebenfalls möglich. Alle Fördermittel fließen unmittelbar in ein konkretes Projekt wie zum Beispiel das Hospiztelefon.
Der Vorstand der Peter Windeck Stiftung
Monika Müller M.A.
Beraterin am Hospiztelefon
Katja Martini
Dr. Silvia Link
Koordinatorin des Hospizvereins Beuel e.V.
Geschäftsführung der Peter Windeck Stiftung
Die Peter Windeck Stiftung wird als Treuhandstiftung (unselbstständige Stiftung) von der Bürgerstiftung Bonn verwaltet.
Jürgen Reske
Peter Windeck Stiftung –
c/o Bürgerstiftung Bonn
Wilhelmstraße 23 a
53111 Bonn
Tel.: 0228 688 299 61
info@buergerstiftung-bonn.de
Sonja Gutheil
Assistentin der Geschäftsführung
Tel.: 0228 688 299 60
sonja.gutheil@buergerstiftung-bonn.de

